Die MemoryLanes-App: Jugendliche entdecken jüdische Geschichte neu

Gastbeitrag von Ninja Stehr. Disclaimer: Seit einem Jahr arbeite ich im pädagogischen Beirat von Centropa mit. An den hier vorgestelten Projekten habe ich nicht mitgearbeitet.

Wie vermittelt man Jugendlichen die jüdische Geschichte Europas auf zeitgemäße und spannende Weise? Mit der MemoryLanes App wollen wir Jugendlichen und jungen Menschen die Möglichkeit geben, partizipativ eigene kreative Projekte zu realisieren und diese Gleichaltrigen zur Verfügung zu stellen. 

Centropa: Eine interaktive Datenbank jüdischer Erinnerung

Seit unserer Gründung im Jahr 2000 setzt sich Centropa als gemeinnütziges historisches Institut dafür ein, die europäisch-jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts zugänglich zu machen. Über 1.200 Lebensgeschichten von Holocaustüberlebenden aus Mittel- und Osteuropa sowie tausende Familienfotos bilden den Kern einer umfassenden digitalen Sammlung. Doch Centropa ist weit mehr als ein Archiv: Mit Multimediafilmen, Wanderausstellungen, Lehrkräftenetzwerken, Jugendbegegnungen und Jugendwettbewerben bringen wir  Menschen aus ganz Europa zusammen und schaffen Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Von MemoryLanes zu iMemory: Jugendliche recherchieren Geschichte vor Ort

Unser erstes Projekt, das von der Stiftung EVZ und dem BMF im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht gefördert wurde, war MemoryLanes. 86 Jugendliche aus Deutschland, Polen und Serbien recherchierten über zwei Jahre hinweg Biografien jüdischer Persönlichkeiten aus ihren Heimatorten und aus Centropas digitalem Archiv. Darunter Geschichten aus Berlin, Kielce, Mannheim und Belgrad.
Aus diesen Recherchen entstanden ihre eigenen künstlerischen Erinnerungsprojekte, die vergessene Orte jüdischen Lebens sichtbar machen und als neue Erinnerungsorte verankern.

Das iMemory-Projekt: Lernen über Grenzen hinweg

Mit dem Relaunch der MemoryLanes-App wird das transnationale iMemory-Projekt vorgestellt. Anlässlich des 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs kamen 72 Jugendliche aus Deutschland, Polen, Serbien, Kroatien und der Ukraine zusammen, um sich gemeinsam mit jüdischer Geschichte und aktuellen Herausforderungen der Erinnerungskultur auseinanderzusetzen. Ziel war es, interkulturellen Austausch, kreatives Denken und eine vielfältige Erinnerungskultur zu fördern und dadurch zu einem offenen, solidarischen Europa beizutragen. Daraus sind folgende (neue) Inhalte entstanden, die in der App abrufbar sind: 

Dutzende Jugendprojekte auf Basis von Centropa-Biografien, die lokale Erinnerungsorte sichtbar machen. Darunter z.B.: 

  • kreative Formate wie Filme, Comics, Lieder oder AR-Guides
  • Kurze Tandem-Interviews, in denen Jugendliche sich über Grenzen hinweg über Erinnerung, Identität und Verantwortung austauschen.
  • Interviews mit Holocaust-Überlebenden und ihren Nachkommen, die die Jugendlichen selbst geführt haben
  • 3D-AR-Kunst, die von jungen Künstler:innen auf Basis von Centropa Biographien geschaffen wurden (z.B. Rekonstruktion einer Synagoge oder Kunst-Installationen)

Ein Raum für Erinnerung – und Zukunft

Die MemoryLanes-App stellt die Stimmen junger Menschen in den Mittelpunkt und schafft Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart. 

Hinweis zur Nutzung: 

Die Inhalte sind nach Ländern aufgeteilt und jeweils auf Englisch und in der Landessprache verfügbar. Nutzer:innen können entweder über die Startseite navigieren oder die Kartenfunktion nutzen. Unterschiedlich farbig markierte POIs sind mit Inhalten verknüpft. Alternativ kann man auch über den Index entweder nach Genre oder Land filtern. 

Anregungen für den Einsatz in der Bildung:

  • Jugendliche können die Inhalte als Inspiration für ihr eigenes kreatives Projekt zu jüdischer Geschichte an ihren Wohnorten nutzen 
  • Die Kartenfunktion nutzen, um Ideen für ihre eigenen Rundgänge durch ihre eigene Stadt zu entwerfen, um „verborgene” Geschichten hervorzuheben. Welche Orte mit jüdischer Geschichte würden sie einbeziehen?
  • Wie können Jugendliche das Leben verschiedener Biographien aus unterschiedlichen Ländern (z. B. Deutschland vs. Polen vs. Serbien) vergleichen, um die europäische jüdische Geschichte besser zu verstehen?
  • Sich mit unterschiedlichen Formen von Erinnerungskultur in den Projektländern auseinandersetzen

Mehr erfahren & mitmachen

Wir sind offen für neue Inhalte aus den Projektländern und freuen uns, wenn weitere Jugendliche ihre eigenen Projekte auf Basis von Centropa Biographien realisieren möchten! Schreibt uns nur bitte an, bevor ihr beginnt, damit wir besprechen können, was für Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.

Kontakt:
Ninja Stehr
unter stehr @ centropa.org 

Download:
Die MemoryLanes-App ist kostenlos im
Google Play Store und im Apple App Store erhältlich.

Über iMemory

Das iMemory-Projekt wird gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) sowie dem Bundesministerium der Finanzen (BMF). Projektpartner sind:

  • Jüdisches Museum Galizien (Polen)
  • Centre for Education Policy (Serbien)
  • HERMES (Kroatien)
  • Gedankendach (Ukraine)
  • berlinHistory (Deutschland)

3D Scans im Unterricht. Beispiel: Gegenstände aus dem Alten Ägypten

Anbei zwei Ideen für Aufgaben, mit denen sich 3D-Scans von gegenständlichen Quellen aus dem Alten Ägypten in den Unterricht einbinden lassen.

Holzmodell einer Totenbarke aus der Zeit der 12. Dynastie, Ende des Mittleren Reichs, vor 1780 v. Chr., heute im Britischen Museum in London

Aufgaben:

  1. Beschreibe das Boot möglichst genau.
  2. Bootsmodelle waren eine häufige Grabbeigabe für reiche Ägypter. Dahinter stand die Vorstellung auf dem Nil vom Reich der Lebenden zu den Toten zu fahren. Stelle begründete Vermutungen an, warum darüber hinaus verschiedene Arten Kähnen, Booten und Schiffen eine wichtige Rolle im Alltag spielten.

 

Taditjaina Sarkophag, 664-525 v.Chr., heute in der Ägyptischen Sammlung der Universität Tübingen

Aufgaben:

  1. Schau dir die Götter des Alten Ägypten in deinem Schulbuch oder auf folgender Internetseite https://www.selket.de/goetter-aegyptens/die-wichtigsten-goetter/ an.
  2. Finde auf den Abbildungen des Sargs mindestens zwei dieser Götter.
  3. Erkläre, warum diese Götter auf den Sargdeckeln abgebildet wurden. (Lies dazu noch einmal den Abschnitt zu Religion und Totengericht im Alten Ägypten in deinem Schulbuch.

VR 3D Modelle und entdeckendes Lernen

Die minoische Kultur ist zwischen ca. 2700 und 1400 v. Chr. die erste Hochkultur, die geografisch betrachtet in Europa, um genau zu sein auf Kreta, entsteht, und sich u.a. durch eine aufwändige Stadt- und Palastkultur sowie die Entwicklung einer Schrift (zunächst Hieroglyphen, dann darauf aufbauend die Linear A) auszeichnet.

Aus den Lehrplänen und damit auch aus den Schulgeschichtsbüchern ist die Geschichte der Minoer und von Mykene – soweit ich das überblicke – weitgehend verschwunden. Das Altertum wird (fast immer) reduziert auf den Dreiklang von Ägypten, Griechland und Rom – teilweise werden zugunsten der neuesten Geschichte auch hier bereits Teile weggelassen.

Obwohl die „Minoer“ eine Schrift entwickelt haben, ist diese bis heute nicht entziffert. Das heißt, unsere Kenntnisse und Vorstellungen über ihre Geschichte basieren ausschließlich auf den Ausgrabungen und den dort gemachten Funden.

Einige dieser Funde, besonders aus dem Archäologischen Museum in Heraklion, sind als 3D Modell aufbereitet. Diese können genutzt werden, um im Rahmen von ca. einer Doppelstunde mit Schülerinnen und Schülern sich in Form von entdeckendem Lernen sich dieser Hochkultur zu nähern. Voraussetzung ist nicht zwingend, aber sinnvollerweise die vorangehende Beschäftigung mit dem Konzept „Hochkultur“ sowie einem groben  Überblick zur altägyptischen Geschichte.

Ablauf

Zu Beginn steht mit einer Karte des östlichen Mittelmeers, ggf. auch nur der Ägäis, und von Kreta ein kurzer Input zur räumlichen und zeitlichen Einordnung und der fehlenden Entschlüsselung schriftlicher Quellen gegeben.

Aus der gemeinsamen Überblick welche Quellenarten nun zur Verfügung stehen, folgt dann die Aufgabe als „Forscher“ einige der Funde zu untersuchen, um Aussagen über die Kultur der Minoer treffen zu können.

Dazu können z.B. die hier im Beitrag abgebildeten 3D Modelle genutzt werden. Die Klasse teilt sich in mehrere Gruppe auf. Jede Gruppe übernimmt eine Quelle und untersucht diese unter der Leitfrage, welche „Informationen“ aus der Quelle über das Leben und die Kultur (Religion, Wirtschaft, Kunst etc.) der Minoer gewonnen werden können.

Anders als bei Quellenabbildungen in Schulbüchern fehlen bei den 3D Modellen einordnende Texte, so dass die Schülerinnen und Schüler ausschließlich auf die Untersuchung der Modelle angewiesen sind.

Die 3D Modelle bieten gegenüber zweidimensionalen Bildern den Vorteil, dass sie gedreht und gewendet und damit von allen Seiten und als Gegenstände bzw. Körper betrachtet werden können. Die Arbeit mit den Modellen dürfte aufgrund ihrer Anschaulichkeit auch eine hohe (zumindest Anfangs-) Motivation auslösen.

Die Modelle sind alle kostenfrei ansehbar,  können auch im Vollbild (Button unten links im Bild) und über eine VR-Brille (Button unten in der Leiste) betrachtet werden.

Nach der ersten Gruppenphase gehen die Schülerinnen und Schüler in gemischte Expertengruppen und tragen jeweils die Untersuchungsergebnisse ihrer Ausgangsgruppe zu „ihrer“ Quelle vor. Auf dieser Grundlage verfassen die Expertengruppen dann einen kurzen abschließenden Bericht, der z.B. an folgenden Fragen orientiert ist bzw. versucht, diese (begründet am Material) zu beantworten:

  • Wie lebten die Minoer?
  • Wie war ihre Gesellschaft aufgebaut?
  • Handelt es sich um eine „Hochkultur“? (vorausgesetzt: Konzept und Kriterien wurden vorab besprochen)

Eine Gruppe trägt ihren Ergebnisbericht vor, die anderen Gruppen ergänzen und diskutieren ggf. abweichende Ergebnisse.

Die Schülerinnen und Schüler lesen anschließend einen zusammenfassenden Text über die minoische Kultur z.B. aus einem Kinderlexikon oder einem Schulbuch gelesen werden, an dem sie ihre Ergebnisse mit dem „Forschungsstand“ abgleichen.

Abschließend können sie vertiefend darüber hinaus versuchen zu erklären, welche Informationen über die minoische Kultur im Darstellungstext sich anhand der Quellen aufzeigen oder belegen lassen.

P.S. Gegebenfalls kann auch diese Rekonstruktion mit einbezogen werden:

 

 

 

 

Virtual Reality im Geschichtsunterricht

Die Zahl von Virtual Reality-Angeboten zur Geschichte wächst und damit stellt sich die Frage, was sich ihnen im Geschichtsunterricht anfangen lässt. Virtuelle Realität (kurz: VR) meint laut Wikipedia dabei zunächst die „Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung“. Erweitert sollen hier aber auch 360°-Videos mit in die Betrachtung einbezogen werden.

Es finden sich zur Zeit vor allem Abbildungen historischer Objekte, also Quellen, die in 3D-Ansicht zugänglich gemacht werden: d.h. sie können gedreht und von allen Seiten betrachtet werden, außerdem bietet die Zoom-Funktion die Möglichkeit, sich Details genauer anzuschauen. Außerdem werden historische Orte und Rekonstruktionen virtuell begehbar gemacht. Der Betrachter wählt jeweils seine Blickrichtung und Perspektive aus. Selten sind (noch) Inszenierungen mit nachgestellten Spielszenen, in denen die Nutzer sich wie mitten in einen Geschichtsfilm versetzt fühlt. Diese können, aber müssen aber weder quellennah sein und noch Quellen (-zitate) enthalten.

Angereichert werden die meisten Angebote durch zusätzliche Informationen, die per Klick an jeweiligen Detail abrufbar sind. Sie können sowohl auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets oder VR-Brillen angeschaut werden. Einige Angebote sind nur als App verfügbar und setzen daher ein entsprechendes Betriebssystem voraus, andere lassen sich online in jedem Browser auch an einem stationären PC nutzen.

Aus geschichtsdidaktischer Sicht handelt es sich um Abbildungen von Quellen. Vorteile gegenüber den Bildern von historischen Orten und gegenständlichen Quellen z.T. in gedruckten Büchern ist der Eindruck der „Gegenständlichkeit“ gegenüber der Wiedergabe in 2D: Die Objekte lassen sich drehen, von unten oder der Rückseite betrachten, ggf. auf einem Foto zu klein wiedergegebene Details können durch den Zoom vergrößert und damit genauer betrachtet und analysiert werden.

Grundsätzlich sind für Quellen wie Darstellungen in VR-Form dieselben Arbeitsweisen anzuwenden wie sonst auch in Geschichtswissenschaft bzw. -unterricht. Wichtig ist, und dies gilt für jüngere und ungeübte Lernende sowie inbesondere für das mögliche Immersionserlebnis bei Inszenierungen, sich nicht „blenden“ lässt, sondern das Angebot sinnvoll didaktisch einzubetten und ggf. eine kritische, analytische Distanzierung anzuregen. Gerade das (kurzzeitige, aber mit Hilfe einer Brille komplette) Eintauchen in ein historisches VR – Erlebnis kann die Gefahr der „Überbewältigung“ mit sich bringen und ist daher im Sinne des Beutelsbachers Konsenses besonders aufmerksam zu begleiten.

Die Integration von Virtual Reality in Schule und Unterricht ist in jedem Fall sinnvoll, um eine sinnvolle und kritische Nutzung der Technologie in allen Fächern aufzuzeigen und zu erlernen. Besonders interessant scheint zuletzt die Möglichkeit, dass Lernende selbst VR-Produkte im Rahmen des Unterrichts erstellen bzw. bei der Erstellung beteiligt sind, so  „hinter die Kulissen“ schauen und zugleich auch die technologischen Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen kennenlernen. Auf ein solches größer anlegtes Projekt, in dem deutschlandweit Schulen zusammenarbeiten, sei abschließend noch verwiesen:


Beispiele für VR-Angebote zur Geschichte:

Projektbüro „Here I Stand …“ Lutherausstellungen USA 2016 – Landesamt für Denkmalpflege und  Archäologie Sachsen-Anhalt – Landesmuseum für Vorgeschichte: www.here-i-stand.com/de/order#three-d-objects

Britisches Museum – Altägyptisches Boot:

WDR Kölner Dom in 360°: http://dom360.wdr.de/

WDR Inside Auschwitz – Das ehemalige Konzentrationslager in 360°: https://www.youtube.com/watch?v=QwC5d75iTcA

Deutschlandfunk Kultur Stasiverhöre. Manipulierte Geständnisse: http://blogs.deutschlandradiokultur.de/stasiverhoer/

„Du bist nichts wert“ – im geheimen Stasi-Gefängnis (360°-Video): https://www.youtube.com/watch?v=whRxD3T65ec

Virtuelle Exkursionsorte für den Geschichtsunterricht

Hier habe ich eine Reihe von Beispielen von kostenlos, online verfügbaren historischen Orten und Gebäuden zusammengestellt, an die über das Web virtuelle Exkursionen von Zuhause oder aus dem Klassenzimmer unternommen werden können. Die Sammlung ist entstanden bei der Recherche für einen Beitrag für den im Frühjahr kommenden Jahres erscheinendencategory_genre_adventure-800px neuen Sammelband zu digitalen Medien im Geschichtsunterricht. An dieser Stelle noch ein großes Dankeschön an Michael Schmalenstroer für die ergänzenden Hinweise, die Eingang in die Liste gefunden. Weitere Hinweise sind herzlich willkommen!

Gizeh in 3D

Die Seite öffnet sich und bietet einen faszinierenden Blick in ein 3D-Modell der Anlagen von Gizeh. Verfügbar sind die Informationen auf Englisch und Französisch. Umgesetzt wurde das Projekt von Dassault Systèmes.

Zum Hintergrund schreiben die Macher selbst:

„Dassault Systèmes beschäftigt sich bereits seit längerem mit der Visualisierung archäologischer Befunde: Vor einigen Jahren unterstützte Dassault Systèmes schon den Architekten Jean-Pierre Houdin bei der Visualisierung seiner Theorie zur Bauweise der Cheops-Pyramide. Nicht wenige Experten, wie beispielsweise Rainer Stadelmann, ehemaliger Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Kairo, bezeichneten diese als revolutionär. Das Bahnbrechende: Die 3D-Animation, an der Houdin zwei Jahre lang gemeinsam mit den Ingenieuren von Dassault Systèmes gearbeitet hat, zeigt, wie die Ägypter die Tonnen schweren Steinblöcke über ansteigende Gänge innerhalb der Pyramide nach oben geschoben haben könnten.“

Was mich interessiert hätte, nämlich die visuelle Umsetzung dieser Bautheorie zu sehen (vgl. den Stundenvorschlag hier), konnte ich auch nach längerem Suchen nicht finden. Die Navigation lädt zum Stöbern, Durchklicken und Umschauen ein, ist aber leider nicht geeignet für das gezielte Suchen nach Informationen.

So interessant und imposant der virtuelle Rundgang ist, fällt mir auch nach längerem Überlegen kaum ein sinnvoller Einsatz für den Unterricht ein. Das Alte Ägypten steht im Anfangsunterricht auf dem Plan, wo den Schülern in der Regel die entsprechende Fremdsprachenkenntnisse fehlen. Eventuell lassen sich die Modell zur Veranschaulichung und Erklärung im Unterricht einsetzen. Die Art der Aufbereitung richtet sich eher an ein interessiertes Erwachsenenpublikum denn an Jugendliche und ist für den Geschichtsunterricht meines Erachtens kaum geeignet. Für Geschichtslehrer und alle anderen Interessierten lohnt sich der Blick auf die Seiten allemal.