Lesetipp: Blogs als virtueller Schreib- und Kommunikationsraum historischen Lernens

Nicht nur weil dieses Blog so nett erwähnt wird, folgt hier der Hinweis auf den lesenswerten Beitrag von Alexander König und Christoph Pallaske zu Blogs als Räumen historischen Lernens, der gestern im Open Peer Review für das Buchprojekt historyblogosphere online gestellt wurde.

Der Beitrag kann dort gelesen und nach Anmeldung auch kommentiert werden. Das mit der Anmeldung scheint aber etwas zu dauern. Zumindest ist bei mir per Mail noch kein Passwort eingegangen, ein spontaner Kommentar an dieser Stelle zu Abschnitt 18:

Dabei handelt es sich nicht nur um „Abschottungstendenzen“ durch gruppeneigene Selbstreferentialität, die sicher vorhanden ist. Weil der Begriff der „Netzgemeinde“ eigentlich nur von denjenigen verwendet wird, die sich selbst als distanziert zu „dem Internet“ sehen, selbst nicht bloggen, selten Twitter nutzen etc. würde ich zumindest in gleichem, wenn nicht sogar in stärkeren Maße Ab- und Ausgrenzungsversuche vermuten, die allerdings wiederum durch ihre meines Erachtens nicht zutreffende Fremdzuschreibung gruppenidentitätsbildende Prozesse fördern.

Einen Kommentar zum Beitrag gibt es auch bereits von fontanefan in seinem Blog:

http://fontanefan.blogspot.de/2012/10/historisches-lernen-uber-blogs.html

Regionalgeschichte, Archivarbeit und digitale Medien

Gerade gelesen in einem Beitrag von Tony Fox in seinem Blog unter dem Titel „Teaching and learning with digital resources“ von Ende September:

„I have found that people in general, and students in particular, are interested in anything that has a local angle, we like to see the familiar linked to extraordinary people and events, This chapter will present a journey, where the ordinary becomes the extraordinary, allowing teachers to inspire and sustain students interest.
A further incentive for looking at local History is the access to resources. Not only are the resources close geographically, but it is highly unlikely that the resources you will look at will have been studied previously. […] Local History provides the opportunity to study unique and, mostly, fresh resources, something that has in the past motivated my students, it will inspire your students knowing that they are trailblazers, knowing that they are the experts, that they know more about the topic than anyone else. Combined, these factors have a huge impact on the motivation of students. […]

What I really wanted was an actual view of the student’s home town, Stockton, or Middlesbrough, in 1750, 1830 & 1890, this would allow me to expand the assessment to build a scheme examining, in detail, how an actual town had developed. The use of ICT made this more possible, as it enabled me to produce resources specific to the aim of the series of lessons. Using ICT for this activity had two advantages over taking the activity from a Textbook, firstly the activity can use resources specific to our local area, rather than generic resources, and secondly the cost, Textbooks are costly, especially if one uses only one activity from the book, I would not need a class set of Textbooks for one assessment. […] students e-mailed the archives and received digital images in reply, giving us higher quality images to work with […]“

Das ist genau der Punkt und ein gutes Beispiel, wie das aussehen kann, was ich im vorangegangen Artikel meinte. Hier steckt ein großes Potential für den Geschichtsunterricht in der Verbindung von lokaler oder regionaler Geschichte, entdeckendem oder forschendem Lernen mit archivischer Unterstützung bzw. der Nutzung der archivischen Online-Angebote. In Ergänzung zu analogem Material wird Digital recherchiert, gearbeitet, werden die Ergebnisse aufbereitet und präsentiert. Dabei braucht an dieser Stelle wohl nicht mehr erklärt werden, dass sich so ganz andere Möglichkeiten als nur mit Tafel, Heft, Buch und Plakat ergeben.

Entwurf des neuen Lehrplans für die Sekundarstufe I in RLP

Nachdem Christoph Pallaske bereits in einem Beitrag auf die angedachte Grundstruktur des neuen Lehrplans für Geschichte in Rheinland-Pfalz verwiesen hat, stelle ich den Entwurf hier online, um Spekulationen zu vermeiden und zur Diskussion anzuregen.

Ministerium und Lehrplankommission haben darauf verwiesen, dass mit dem Zusenden der Entwurfsversion an die Teilnehmer der Tagung, bei der der Entwurf erstmalig vorgestellt wurde, der Entwurf „sozusagen öffentlich“ ist und auch diskutiert werden darf und soll. Vorrangig war dabei wohl an eine Weitergabe per E-Mail gedacht und nicht an ein Zugänglichmachen und Diskutieren über Blogs, aber, wenn ich das Ministerium und die Kommission richtig verstanden habe, müsste die Weitergabe auch in dieser Form in ihrem Sinn sein.

Wichtig festzuhalten ist, dass es sich um einen ersten öffentlichen Entwurf handelt, der in den nächsten Monaten noch überarbeitet und daher nicht in dieser Form in Kraft treten wird.

Für einen ersten Überblick zur Struktur übernehme ich hier noch einmal einige Infos aus meinem Kommentar in Christophs Blog:

Der Lehrplan ist für die Sekundarstufe I und soll mit dem Schuljahr 2014 eingeführt werden. Neben den Domänen wird als Grundorientierung die Chronologie beibehalten. Also weiterhin die Abfolge: Antike, Mittelalter usw. Wobei die älteren Zeiten zugunsten der neuesten Geschichte gekürzt werden sollen: Für die 10. Klasse am Gymnasium ist nur die Zeit ab 1945 vorgesehen.

Neben Domänen, Chronologie, Inhalte und Grundbegriffe tritt die Kompetenzorientierung. Alle Elemente müssen für Unterrichtsplanung beachtet und in Einklang gebracht werden. Wenn der Lehrplan so kommt, wie im Entwurf vorgesehen, wäre eine umfangreiche Handreichung zur Umsetzung dringend notwendig.

Apropos Kompetenzorientierung: Der Lehrplan ist ein gemeinsamer von Geschichte, Erdkunde und Sozialkunde mit Teillehrplänen für die jeweiligen Fächer. Bei der Kompetenzorientierung hat man sich für ein eigenes fächerübergreifendes Modell entschieden. Das ist in gewisser Weise interessant, macht aber auch die Anschlussfähigkeit an die fachdidaktische Diskussion ebenso schwierig wie die fachliche Profilierung über spezifische Kompetenzen.

Es ist auf jeden Fall ein interessanter und auch innovativer Entwurf, der zur Diskussion einlädt. Gelungen finde ich persönlich die deutliche Trennung von Kompetenzen und Kerninhalten. Noch nicht ganz klar ist mir aus dem vorliegenden Entwurf die Rolle von angekündigten, verpflichtenden Längsschnitten. Werden diese geschickt angesetzt, könnten einerseits schwierige Inhalte der älteren Geschichte in späteren Klassenstufen aufgenommen und zugleich die Kürzung bei der älteren Geschichte etwas ausgeglichen werden.

Digitales – weder als Teil der Geschichtskultur noch als Lernwerkzeug  – findet in dem Entwurf bislang (leider) keine Berücksichtigung, wobei es eine ebenso spannende wie offene Frage ist, wie die Digitalisierung beim dem sich weiterhin rasch vollziehenden technischen Wandel überhaupt in einen Lehrplan, der rund 15-20 Jahre Gültigkeit haben soll, aufgenommen werden kann…?

Update 17.10.2014: Seit der ersten öffentlichen Vorstellung des Lehrplanentwurfs sind nun bereits zwei Jahre vergangen. Die überarbeitete aktuelle Entwurfsfassung für die Anhörung findet sich hier als PDF zum Download: http://christian.naujock-sieber.de/images/sampledata/lehrplan/entwurfsfassung-29-09-14b.pdf

Update 17.07.2015: Der Lehrplan ist genehmigt. Die endgültige Fassung des Lehrplans liegt vor. Hier zum Download als PDF sowohl das allgemeine Vorwort (inklusives des übergreifenden Kompetenzmodells) sowie der Teillehrplan Geschichte. Die Dokumente sind noch nicht im endgültigen Layout, die Inhalte werden aber nicht mehr verändert.

Gesamtvorwort

Teillehrplan Geschichte

CfP Heft Geschichte lernen: Historisches Lernen mit digitalen Medien

Der Aufruf zur Mitarbeit steht seit Anfang der Woche auf den Vorschauseiten der Zeitschrift Geschichte lernen. Er kann dort oder auch direkt hier als  PDF-Dokument heruntergeladen werden. In einer der nächsten Ausgaben wird der Aufruf auch in der Printausgabe zu lesen sein.

Ich freue mich sehr, dass das Heftkonzept von den Herausgebern in die Reihe aufgenommen wurde und die Enstehung als Heftbetreuer begleiten zu dürfen. Ich denke, die Konzeption des Hefts unterscheidet sich deutlich von bisherigen Veröffentlichungen zu „Computer“ oder „Internet“ im Geschichtsunterricht.

Es werden hoffentlich viele interessante Beiträge zusammenkommen. Deshalb auch hier nochmal ausdrücklich der Aufruf ganz besonders an die Leserinnen und Leser dieses Blogs aus der Praxis Beiträge zum historischen Lernen mit digitalen Medien einzureichen. Ich freue mich drauf!

“Historisches Lernen goes mobile” – Teil 2: Annäherung an den Begriff (historischer) “Lernort” im mobilen Geschichtslernen

Fortsetzung des gemeinsamen Beitrags von Daniel Bernsen und Alexander König

„Lernort“ ist nicht nur in der geschichtsdidaktischen Diskussion eine höchst schwammiger Begriff, der eine Präzisierung benötigt. Nach Demantowsky (in: Handro/Schönemann, Hg., 2008, 149) wird der historische Lernort hier nicht metaphorisch, sondern als „realer, topographischer Ort“ verstanden.

Es gilt Modi zu bestimmen, die aus dem Verhältnis des jeweiligen Orte zum Lernenden und zum Lernprozess folgen. Demantowsky unterscheidet historische Lernorte in seiner Typologie nach den Qualität der Orte in Bezug auf ihren geschichtskulturellen Charakter: den gegenwärtigen und vergangenen Umgang mit ihnen, sowie nach Veränderungen an den Orten selbst. Er postuliert dabei, dass für die Geschichtdidaktik und den Geschichtsunterricht Überreste an sich nicht interessant seien, sondern nur als “geschichtskulturelle Traditionen” (ebd., 155).

Die Nutzung digitaler Endgeräte kann die Orte historischen Lernens erweitern. Auch Überreste, also nicht-intentional überlieferte Relikte aus der Vergangenheit, werden als Orte mobilen Geschichtslernens interessant, weil sie durch zusätzliche Materialien, Quellen und Darstellungen (Fotos, Pläne, Briefe etc.) angereichert und damit “lesbar” gemacht werden können. An, mit und durch Medien werden sie in ihrem Gehalt für historische Lernprozesse dechiffrierbar, so dass sie prinzipiell auch „historischen Laien“ zugänglich werden. Für die Vorbereitung und das Anstoßen von Lernprozessen ist dabei das Verhältnis von topographischem Ort und digitalem Endgerät in Beziehung zum Geschichtslernen zu bestimmen. Es macht vor dem Hintergrund des zugrunde gelegten relationen Verständnisses historischen Lernens durchaus Sinn, sowohl den Ort als auch das Endgerät mit seinen unterschiedlichsten Funktionen als Medien zu bestimmen. Mobiles Geschichtslernen wird in dieser medialen Dopplung der Reflexion zugänglich.

Aufbauend auf unserem Beitrag „Medien und historisches Lernen“ lässt sich mobiles Geschichtslernen als besondere Form historischen Lernens in vier verschiedenen Modi kategorisieren. Diese vier Modi geben eine grundlegende Systematik für die didaktische und methodische Planung historischer Lernszenarien an die Hand. Die historischen topographischen Orte werden dabei als Quellen im weiten Medienbegriff der digitalen Geschichtsdidaktik fass- und in ihrer Funktion für den Lernprozess bestimmbar  („Vergangenheit [ist] immer nur medial vermittelt zugänglich“. Siehe: Bernsen/König/Spahn 2012, 15). Die aufgeführten Punkte sind exemplarisch zu verstehen:

1) Lernen an Medien als Lernobjekte erster Ordnung
a) Orte als Quelle: Alle historischen topographischen Orte haben selbst Quellencharakter. Sie geben unmittelbar Aufschluss über und Einblick in ihre Vergangenheit. Historisches Lernen findet situiert und vor Ort statt. Der Erkenntnisprozess ist insofern selbst an den Ort gebunden ist. In der Regel handelt es sich dabei um materielle Überreste oder Traditionen (z.B. in Form von Denkmälern oder repräsentativen Bauwerken), die uns überliefert sind, und die erste durch zusätzliche Informationen zum “Sprechen” gebracht werden.
Um dies zu verdeutlichen wird das Lernen an Denkmälern im folgenden näher betrachtet: Bereits die Verortung in der konkreten Umgebung, aber auch ganz persönliche Eindrücke können Hinweise auf bauliche Wirkungsabsichten geben. Eine ganzheitliche und möglichst detaillierte Beschreibung des Orts, also des Denkmals und seiner “Umwelt”, macht es (durch die Versprachlichung der Wahrnehmung) zugänglich. Eventuell lassen sich Veränderungen über die Zeit feststellen und Spuren vormaliger Nutzung, von Widmungen und ggf. Umwidmungen (z.B. anhand von Ausstreichungen oder Ergänzungen) feststellen.
Auf jeden Fall liefert die eingehende Beschäftigung mit dem Ort, d.h. sowohl die Beschreibung als auch Lokalisierung im Raum, Elemente, die anschließend für eine Interpretation nutzbar gemacht werden können.

b) Digitale Endgeräte an sich sind in diesem Modus selbst kein Medium an dem historisch gelernt wird. Gleichwohl können digitale Endgeräte, wie Smartphone oder Tablet, zusätzliche Medien bereitstellen bzw. – im Sinne einer Binnendifferenzierung durch Individualisierung – vorhalten und zugänglich machen, die zum „Lesen“ der Orte als Quellen hilfreich, bei Überresten in der Regel notwendig sind. Das können beispielsweise Quellentexte zur Baugeschichte, alte Fotografien, 3D-Modelle oder wissenschaftliche oder touristische Darstellungstexte sein, die vor Ort genutzt und in Beziehung zum gegenwärtigen Zustand und Aussehen des Ortes gesetzt werden.

2) Lernen mit Medien als Werkzeuge
Die oben genannten Materialien als Lernobjekte erster Ordnung können ortsunabhängig auf mobilen Endgeräten über Internetseiten oder auch ortsgebunden durch QR-Codes bereitgestellt oder in einem Cache versteckt werden. Digitale Endgeräte ermöglichen also die Arbeit mit Materialien in verschiedenen Wahrnehmungsmodi und Codierungen (Texte, Bilder, Audio oder Video).
Sie unterstützen als Werkzeuge historisches Lernen oder ermöglichen dieses sogar erst. Mobile Devices besitzen als multifunktionale Geräte zahlreiche Features, die zu Initiierung und Aufrechterhaltung von Lernprozessen genutzt werden können. An dieser Stellen können nur einige der vielen möglichen Aktivitäten beispielhaft genannt werden:

  • Entdecken: Sammeln von Assoziationen, unmittelbaren (Sinnes-)Eindrücken, Emotionen als schriftliche Notizzettel, in einem Dokument oder auch als Ton- oder Videoaufnahme.
  • Beobachten: Systematischer und ggf. auch methodisch geleiteter Zugang, z.B. Fotos vom Lernort anfertigen lassen, Auffälligkeiten festhalten.
  • Prüfen: z.B. von bereits im Unterricht thematisierter Einzelaspekte politischer oder religiöser Symbolik
  • Lokalisieren: Präzise Bestimmung des eigenen Standpunkts und des Ortes als Untersuchungsobjekt auf einer Karte mit Hilfe von GPS und digitalen Karten; Einbettung in städtebauliches Ensemble, Herstellen von Bezügen zu anderen Orten, Erweiterung der Wahrnehmung über eigenes Sichtfeld hinaus.
  • Kommunizieren: Über soziale Netzwerke, Chat, Videokonferenz, Mail, Telefon ist eine “vernetzte Individualisierung” in Form ortsungebundener Kommunikation möglich, um eigene Kontakte als “persönliches Lernnetzwerk” (PLN = personal learning network) zum Austausch von Ideen und für weiterführende Fragen zu nutzen.
  • Befragen: Verankerung einer Erinnerungsorts, historischen Orts im „kollektiven Gedächtnis“ einer Stadt und Wahrnehmung durch Aufnahme von Interviews mit Passanten in Form einer Stichprobe erfassen.
  • Dokumentieren: Unterstützung des Erschließens und Festhaltens von Orten durch Nutzung von z.B. kollaborativ erstellten Mindmaps oder Etherpads, Dokumentation von Befragungen mit Ton- oder Videoaufzeichnungsfunktion des Handys, Anfertigung von Bild- und Videoaufnahmen ggf. unter Zurhilfenahme der Zoomfunktion beim Entdecken, Beobachten und Prüfen.
  • Kombinieren: Aufzeichnung mit (Meta-)Reflexion, Formulierung von Hypothesen und weiterführender Fragestellungen durch Verknüpfen von Ergebnissen aus den oben angeführten Tätigkeiten.

Aufruf zur Mitarbeit: Wikipedia-Guide für den Geschichtsunterricht

Peter Haber hat schnell und sehr konstruktiv auf die hier formulierte Kritik hinsichtlich der Praxistauglichkeit der von ihm formulierten Regeln für den Schulunterricht reagiert und eine Seite im Histnet-Wiki eingerichtet:

„Wir haben dann beschlossen, in unserem Wiki einen «Wikipedia-Guide für den Unterricht» zu erstellen. Jede/r ist herzlich eingeladen, mitzuwirken, sei es mit Textarbeit, Links oder Kommentaren. Hier geht es zur entsprechenden Seite.“

Dem kann ich mir nur anschließen. Erste Ideen sind bereits eingestellt. Manuel Altenkirch weist in seinem Blog zu Recht darauf hin, dass es bereits einige Ansätze zum Thema „Wikipedia im Unterricht“ gibt, von den er viele auch auf einer Scoop.it-Seite zusammengestellt hat. Vielleicht gelingt es ja, in gemeinsamer Arbeit fachspezifische Hilfestellungen für historisches Lernen und Arbeiten mit der Wikipedia zu erstellen.

Neue Beiträge zur Wikipedia

In der ersten Ausgabe der Zeitschrift für digitale Geschichtswissenschaften findet sich auch ein Beitrag zur Wikipedia. Ziko van Dijk, Vorsitzender des Fördervereins Wikimedia Nederland, schreibt unter dem Titel „Die Vermählung von Klio und Isidor“ über das Verhältnis von „Geschichte“ und zur „Freie[n] Enzyklopädie Wikipedia“. Der Beitrag enthält eigentlich nichts Neues. Van Dijk bietet einen Überblick zur Entstehung und den Prinzipien der „Online-Enzyklopädie“, den Forschungsstand mit den verschiedenen Positionen zur Wikipedia sowie als Wikipedianer auch einen kleinen Einblick ins Innenleben des Projekts.

Einige Tage vorher hatte bereits Peter Haber „die unkorrigierte und fussnotenlose Fassung“ seines Artikels in das Histnet-Blog gestellt, der in Geschichte in Wissenschaft und Unterricht („Wikipedia“ 5/6 2012, S. 261-270) erschienen ist. Von Seiten der wissenschaftlichen Betrachtung der Wikipedia fasst der Titel bereits den Tenor des Beitrags zusammen: „Wikipedia. Ein Web 2.0-Projekt, das eine Enzyklopädie sein möchte„.

Aus der Sicht eines Schulpraktikers scheinen besonders die „vier simplen Regeln für die Nutzung der Wikipedia“ am Ende des Beitrags interessant. Haber nennt im Text „Schule und Universität“ immer in einem Atemzug. Er schreibt, dass unter Beachtung der von ihm postulierten Regeln, „sich Wikipedia auch im Unterricht sinnvoll nutzen“ lässt. Damit bezieht er sich vermutlich auf den schulischen „Unterricht“, denkt diesen aber auf jeden Fall mit. Es ist keinesfalls ausschließlich die Universität gemeint.

Wie sehen nun seine Regelvorschläge zur Nutzung aus?

1) Zum einen sollte es Pflicht sein, bei jeder Verwendung eines Wikipedia-Eintrages die entsprechende Diskussionsseite zu konsultieren. Bereits beim ersten Querlesen lässt sich die Struktur und die Intensität der Debatten einschätzen.

2) Die zweite Regel besagt, dass mit der gleichen Aufmerksamkeit die Versionsgeschichte durchgeschaut werden sollte: Was wurde in welcher Häufigkeit geändert? Mit welchen Themen beschäftigen sich die Hauptautoren sonst noch in der Wikipedia (die werden jeweils automatisch verlinkt), was geben die Autoren von sich preis?

Die Informationen aus den Diskussionsseiten und Versionsgeschichten ergeben unter Umständen ein recht präzises Bild darüber, wo die Problemzonen des Textes sind und wie breit abgestützt die verwendeten Informationen sind.

3) Hier knüpft auch die dritte Regel an: Was lässt sich aus den Zusatzinformationen unter „Siehe auch“, „Literatur“, „Weblinks“ und „Anmerkungen“ herauslesen? Unter dem Stichwort „Siehe auch“ werden weitere Wikipedia-Einträge verlinkt, die zum vorliegenden Text einen Bezug haben. Damit lassen sich sehr schnell Themenaspekte identifizieren, die anderswo abgehandelt werden. Die Literaturliste zeigt, ob Fachliteratur oder nur allgemeine Sachbücher verwendet wurden, das gleiche gilt für die Weblinks. […]

4) Als vierten Punkt kann man – nicht zuletzt aufgrund der Ergebnisse der Wiener Untersuchung – empfehlen, den entsprechenden Eintrag in möglichst viele Sprachversionen nachzulesen.

Die Sinnhaftigkeit der Vorschläge erschließt sich jedem, der sich ein wenig mit der Wikipedia beschäftigt. Die Praktikabiltät im Hinblick auf das Zielfeld Schule scheint mir jedoch äußerst zweifelhaft. Ich unterricht an einem Gymnasium und nehme diese Erfahrungsfeld als Hintergrund meiner Einschätzung.

zu 1) Das kann ich mir durchaus vorstellen. Einfacher und schneller leistet hier jedoch eine Hilfsseite wie Wikibu eine erste Orientierung, die zugleich mehr (vor allem quantitative) Kriterien erfasst. Für Schüler, vor allem der unteren Stufen, scheint  mir das der bessere Einstieg. der zudem auch die Konstruktionsprinzipien der Artikel graphisch gut übersichtlich offenlegt.

zu 2) Das mag für einen Wissenschaftler zu leisten sein. Exemplarisch kann das Autorenpinzip der Wikipedia so einmal deutlich machen. Für den Arbeitsalltag ist die Regel nicht praktikabel. Bei einem Artikel mit mehr als 3 Autoren kostet das viel zu viel Zeit für die Nutzung eines Nachschlagwerks. Diese Regel macht die Nutzung nicht mehr sinnvoll, sondern beim Versuch der Einhaltung unmöglich.

zu 3) Beim besten Willen selbst die meisten Schüler der Oberstufe im Leistungskursbereich können das nicht erfassen. Wie soll ein Schüler beurteilen, ob hier Fachliteratur oder Sachbücher referiert werden? Schulisches Arbeiten in der Oberstufe soll wissenschaftspropädeutisch sein. Wenn hier herangeführt wird an das Prinzip, dass Aussagen belegt werden müssen, dass Literaturangaben und Fußnoten grundlegend sind für wissenschaftliches Arbeiten sind und Hinweise auf die Qualität einer Arbeit erlauben, ist viel erreicht. Und das bezieht sich auf die gymnasiale Oberstufe. Wie sieht es bei jüngeren Schülern, wie in anderen Schulformen aus? Für wen sollten diese „simplen“ Regeln eine Hilfe sein?

zu 4) Hier gilt das bereits Gesagte. Dafür fehlen den meisten Schülern schlicht die Sprachkenntnisse. Ist in der Oberstufe vermutlich eine relativ problemfreie Rezeption des englischsprachigen Artikels möglich, gibt es vielleicht noch andere solide Sprachkenntnisse von Zuhause, so ist das keine Regeln die allgemein für alle Alterstufen und Schulformen hilfreich wäre. Womit sich hingegen sehr gut arbeiten lässt, auch schon in der Mittelstufe, ist mit dem Titeln der Artikel bzw. den sprachlich unterschiedlichen Bezeichnungen für ein Ereignis (z.B. Hitler Putsch vs. Beer hall putsch), aber das ist an sich nichts Neues, sondern ein Verfahren, das im bilingualen Geschichtsunterricht schon lange fest verankert ist.

Abschließend schreibt Haber zu Recht:

„Alle diese Regeln beanspruchen Zeit, verhindern aber dadurch einen achtlosen Umgang mit Informationen, die sich durch eine sehr prekäre Qualität und durch wenig Stabilität auszeichnen. Wikipedia ist Teil unserer modernen Wissensgesellschaft geworden und hat dazu beigetragen, die Unterschiede zwischen Information und Wissen zu vernebeln. Schule und Universität sind weder berufen noch in der Lage, dies zu ändern. Ihre Aufgabe ist es vielmehr, den auszubildenden Schülern und Studierenden Hilfsmittel auf den Weg zu geben, um mit diesen Herausforderungen besser umgehen zu können. Wikipedia ist ein wertvolles Instrument, das aber eine reflektierte Nutzung voraussetzt.“

Ja, der Umgang mit der Wikipedia muss gelernt werden. Ich sehe das auch als Aufgabe von Schule. Das braucht auch Zeit. Aber in den von Haber formulierten „Regeln“ finde ich für die Praxis keine Hilfe. Aus der eigenen Unterrichtspraxis her scheinen sie mir vielmehr – zumindest für den Bereich Schule – einigermaßen weltfremd.

Hinzu kommt, dass Haber die Artikel immer als Ganzes in den Blick nimmt. Das ist aber nur die Produzentenseite. Die Nutzung und Rezeption der Artikel ist vermutlich (?) bisher weniger erforscht (Gibt es in dem Bereich noch etwas außer den grundlegenden Beiträgen von Jan Hodel?). Diese kann aber sehr unterschiedlich sein.

So nutzen auch viele Schüler die Wikipedia nicht „achtlos“, sondern sehr gezielt z.B. zum Nachschlagen einzelner Namen, Daten oder auch für die fremdsprachliche Übersetzung von Fachbegriffen. Für diese Art der Nutzung ist der beschriebene Aufwand völlig unangebracht, weil unökonomisch. Dass sich dabei Fehler einschleichen können, ist möglich. Das ist aber auch bei gedruckten Lexika so.

Als Lehrkraft Schüler apodiktisch feste Regeln für die Nutzung zu diktieren, scheint mir kontraproduktiv. Man riskiert damit, in diesem Punkt nicht ernst genommen zu werden, da Schüler sehr wohl unterschiedliche Formen der Nutzung unterscheiden, Arbeitsaufwand und Resultat in der Regel sehr genau gegeneinander abwägen.

Vielmehr ist für eine (notwendige) Sensibilisierung und reflektierte Nutzung das gemeinsame Erarbeiten von Regeln wesentlich zielführender. Der hierbei investierte zeitliche Aufwand lohnt sich dann in der Tat.

Historisches Lernen als Detektivspiel

Die Arbeit des Historikers ist schon oft mit der des Detektivs verglichen worden. Für den Unterricht nutzbar gemacht wurde das bislang kaum. Zu sehr orientiert sich seit der Hinwendung zur Quellenorientierung der Geschichtsunterricht an der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit vor allem schriftlichen Texten.

Zur Zeit stark vor allem im Bereich der Mediendidaktik sehr en vogue ist die Idee des Game Based Learning (GBL), vereinfacht gesagt, geht es darum, durch Spaß am und im Spiel gezielte Lernprozesse anzuregen und zu unterstützen. Darin steckt meines Erachtens noch eine Menge bisher wenig beachtetes Potential für die Motivation im Geschichtsunterricht.

Hier möchte ich einen kleinen Vorschlag machen, wie man so die Idee spielerischer Detektivarbeit in jüngeren Klassen für historisches Lernen im Geschichtsunterricht nutzen kann. Inhaltlich steht im Mittelpunkt die Ermordnung des Tiberius Gracchus, ein Mordfall bei dem die Schüler im Gegensatz zu anderen berühmten, wie z.B. dem Caesars, in der Regel die Hintergründe nicht kennen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung. Im Gegensatz zu Christoph Kühberger sehe ich übrigens durchaus einen relevanten Gegenwartsbezug für die Behandlung der Reformen der Gracchen im Unterricht.

Die Schüler erhalten Rollenkarten mit der Aufgabe als Detektiv. Sie können auch kleine Teams bilden. Dazu gibt es sechs Rollen mit Vertretern verschiedener sozialer Schichten und Interessensgruppen aus dem alten Rom. Diese Personen müssen die Detektive befragen und aus ihren Erzählungen müssen sie versuchen, den Mordfall zu lösen. Wichtig ist, dass nicht nur nach dem oder den Mördern, sondern immer auch nach den Motiven gesucht wird. Das ist für das historische Lernen in diesem Zusammenhang entscheidend.

Die Hypothesen der Detektivgruppen können im Plenum vorgestellt und diskutiert werden. Je nach Zeitansatz und Lerngruppe lässt sich das Thema vertiefen, in dem die eigene Detektivarbeit reflektiert und eventuell mit einem Darstellungstext, z.B. aus dem Schulbuch, verglichen wird.

Die Texte finden sich hier als DOC-Datei zum Download. Sie können also modifiziert und dem eigenen Unterricht und der Lerngruppe angepasst werden.

Bei der Durchführung der Unterrichtsstunde hatte ich mit vier Schülern im Vorfeld die Übernahme der „Zeugen“-Rollen abgesprochen. Das war allerdings nicht ideal. Eine Alternative könnten virtuelle Avatare darstellen, die den Text sprechen. Vorteil ist, dass hier keine Rollenwechsel stattfinden (die Avatare werden ja nicht als Mitschüler angesprochen) und dass die Detektive individuell einzelne Texte so oft anhören können, wie nötigt und auch gezielt einzelne Passagen noch einmal abrufen können (an Computerstationen oder ihren eigenen mobilen Geräten mit Kopfhörern).

Wie so ein sprechender Avatar aussehen kann, lässt sich hier sehen. Die Figuren können per Link oder Einbettung in eine Lernplattform, ein Blog oder als QR-Code für die Schüler zur Verfügung gestellt werden. Allerdings gibt es noch ein Problem: Die Sprachwahl und -ausgabe bei Voki ist ziemlich gut. Das Progamm lässt sich auch ohne Anmeldung benutzen und stellt dauerhafte Links zu den erstellten Avataren bereit.

Doch die nicht sehr umfangreichen Texte der sechs Charaktere sind für Voki bereits zu lang und können nicht komplett eingegeben werden. Zudem ist die Auswahl an Avataren ist sehr begrenzt und für historische Themen kaum geeignet. Andere Programme wiederum ermöglichen das Hochladen von eigenen Bildern, die in beweglichen und sprechende Avatare konvertiert werden können, hier ist dann aber meines Wissens bislang keine Umsetzung in eine deutsche Sprachausgabe möglich.

Wenn jemand eine entsprechende Online-Anwendung oder App kennt, bitte ich um Hinweis: Dann ließen sich z.B. römische Büsten oder andere historische Abbildungen von Personen mit verschiedenen Stimmen zum Sprechen bringen und das wäre eine sehr spannende und motivierende Abwechslung für das Geschichtsunterricht!

Ideen für den Geschichtswettbewerb 2012/13

Anbei ein paar Ideen mit ersten Links zur regionalen Geschichte des heutigen Rheinland-Pfalz (im unten verlinkten Spiegelartikel: „Rüben- und Rebenland“). Die  Themenvorschläge resultieren im Wesentlichen auf den Präsentationen und dem Austausch auf der Auftaktveranstaltung zum Geschichtswettbewerb heute im Landeshauptarchiv in Koblenz:

Auswanderung in andere Regionen (z.B. Ruhrgebiet) oder in andere Länder (z.B. USA): Nachbarn, die auswandern und Briefe schreiben aus neuer Heimat:
http://www.auswanderung-rlp.de/

Zusammenleben von Juden und Christen:

http://www.landeshauptarchiv.de/index.php?id=379

http://www.landeshauptarchiv.de/index.php?id=505

Informationen zum jüdischen Friedhof in Koblenz: http://www.alemannia-judaica.de/koblenz_friedhof.htm

Zusammenleben von Katholiken und Protestanten:

Simultankirchen, hier Kaub:

http://www.regionalgeschichte.net/mittelrhein/kaub/kulturdenkmaeler/st-trinitatisst-nikolaus.html

Freiheit und Toleranz – Das Neuwieder Stadtrechtsprivileg:

http://www.politische-bildung-rlp.de/fileadmin/download_neu/blaetterzumland/Blatt_Neuwied.pdf

Streitfall: Planung (unerwünschter?) Einrichtungen in der Nachbarschaft:
Streit um das AKW in Mülheim-Kärlich

http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/8202-muelheim-kaerlich-kohls-akw-auf-dem-vulkan

NS-Zeit: Bespitzelung und Denunziation in der Nachbarschaft, Kontakte mit Zwangsarbeitern
http://mahnmal-koblenz.de/index.php/informationen/113-informationen/468-rede-hennig-trier

Besatzungszeiten im 18./19. Jhd., nach 1. und 2. Weltkrieg: Zusammenleben mit Besatzungssoldaten

Der 24. Oktober 1794. Einzug französischer Truppen in Koblenz: http://www.landeshauptarchiv.de/index.php?id=367

LVR Rheinland: Aufbruch in die Moderne – Die Franzosenzeit (1789-1814):

http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/epochen/epochen/Seiten/1794bis1815.aspx

Koblenzer „Schängel“

„Der Begriff Schängel stammt aus der 20-jährigen Zugehörigkeit (1794–1814) der Stadt Koblenz zu Frankreich. Gemeint waren damit ursprünglich die von den Franzosen abstammenden Kinder deutscher Mütter. […] Anfangs galt dies als Schimpfwort, etwa vergleichbar dem deutschen Bankert (Synonym für ein uneheliches Kind). Heute jedoch wird Schängel als Ehrenname verstanden, und jeder in Koblenz Geborene darf für sich in Anspruch nehmen, ein Schängel zu sein.“

aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4ngel

Nachbar Amerika: Amerikaner in Rheinland-Pfalz:

http://www.politische-bildung-rlp.de/fileadmin/download_neu/blaetterzumland/Blatt_US_in_RLP.pdf

Der 5. Februar 1952. Das „Veronikaproblem“ in Rheinland-Pfalz:

http://www.landeshauptarchiv.de/index.php?id=323

Kommunalreformen in RLP in 1970er Jahren – massive Proteste in der Bevölkerung
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44906662.html

Eingemeindungen heutiger Stadtteile, z.B. in Koblenz (1937: Ehrenbreitstein, Horchheim, Metternich, Pfaffendorf; 1970: Arenberg, Arzheim, Güls, Immendorf, Lay), z.B. „Einem freiwilligen Zusammenschluss mit der Stadt Koblenz stimmte die Gemeinde Arzheim nicht zu.“
http://www.arzheim-koblenz.de/geschichte-von-arzheim/

Nachbarschaft auf dem Dorf: Dörfliche Allmende, Organisation der Dreifelderwirtschaft, Streit um Nutzung von Wald, Weide und Wasser

Was ist eine Allmende? http://de.wikipedia.org/wiki/Allmende

Welche Rolle spielte Nachbarschaft bei der Dreifelderwirtschaft? Text des Geschichtsvereins Melsungen/Hessen:

http://www.geschichtsverein-melsungen.de/index.php?option=com_content&task=view&id=28&Itemid=44

Dörfliche Rituale und Rivalitäten, z.B. Maibaumsetzen
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trier/Heute-in-der-Trierer-Zeitung-Mai-Auftakt-Angriff-mit-Kettensaege-und-Attacke-auf-Polizisten;art754,3142757

http://www.didactics.eu/fileadmin/pdf/Druckversion_hpb3.pdf

Hexenverfolgungen als Nachbarschaftskonflikte
http://www.historicum.net/themen/hexenforschung/lexikon/alphabethisch/h-o/art/Hintere_Grafsch/html/artikel/1629/ca/a5b4d107a9/

http://www.hexenprozesse-kurmainz.de/geographie/nachbarterritorien/maas-mosel.html#c74370

Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg
http://www.landeshauptarchiv.de/index.php?id=485

Vertraute Fremde. Nachbarn in der Geschichte – Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Der Geschichtswettbewerb startet heute. Das Thema ist mit „Nachbarn“ weit gewählt und zumindest mir fallen da nicht direkt Ansatzpunkte für Schülerrecherchen ein. Wem das auch so geht, dem stellt die Körber-Stiftung umfangreiche Materialien zur Information und für den Unterricht bereit.

Für das Heft zur Wettbewerbsausschreibung hat Saskia Handro den Basis-Artikel verfasst, der sich hier auch als PDF runterladen lässt. In ihrem Überblick wird bereits deutlich was für vielfältige und spannende Umsetzungsmöglichkeit die Themenwahl des diesjährigen Wettbewerbs bietet.

Neben der Beschreibung des Themas und der Aufgabenstellung finden sich auf den Seiten der Körber-Stiftung auch eine Reihe von Vorschlägen für Einführungsstunden in das Wettbewerbsthema, die sich im Unterricht einsetzen lassen und zugleich einige Ideen für eine Konkretisierung des Thema und die eigene Recherche bieten.

Darüber hinaus haben einige Archive und Museen auch Projektideen gesammelt und online gestellt. Die Körber-Stiftung hat diese gesammelt und auf ihrer Seite verlinkt. Sehr hilfreich und anregend. Danke!