Polnischer Patriotismus

Technisch und ästhetisch sehenswerter Animationsfilm, der die Geschichte Polens von ihren Anfängen bis heute in acht Minuten zeigt. Geschichtskulturell höchst interessant, da der Film für die Expo 2010 geschaffen und somit quasi eine Art offizielles historisches Selbstverständnis wiedergibt. Da ohne Text und nur mit (pathetischer) Musik unterlegt, ließe sich der Film auch als geschichtskulturelles Zeugnis im Geschichtsunterricht einsetzen. Inhaltlich bietet der Film eine Art klassische Nationalgeschichte, wie es sie in Deutschland nicht (mehr) gibt: (christlicher) Gründungsmythos, Schlachten (gewonnene und verlorene), Helden und Pathos:

Passend dazu der Hinweis auf die letzte Ausgabe der stets sehr lesenswerten Polen-Analysen (Ausgabe Nr. 74) des Deutschen Polen-Instituts in Darmstadt zum Thema „Patriotismus in Polen“ (hier als PDF downloadbar).

Weimarer Verfassung auf dem IWB

Selbst im Referendariat habe ich nicht mit Moosgummi gearbeitet (nein, wirklich nicht). Auch Papierschnipsel waren mir eher suspekt, insofern kommt mir die Arbeit mit interaktiven Whiteboards bzw. deren Software sehr entgegen, weil man hier schön schnipsel- und klebefrei Verfassungsschemata zerlegen und wieder zusammensetzen kann. Ein einfacher Entwurf dazu als Puzzle oder Lückentext und mit entsprechender Lösungsfolie steht seit eben zum Download bei prometheanplanet online.

Die Flipcharts können zur Wiederholung am Anfang einer Stunde eingesetzt werden oder als Vorlage, mit der die Schüler aus einem Text selbst die Verfassung zusammenbasteln. Durch die Vorgabe der Elemente kürzt sich hier die Bearbeitungszeit und in den meisten Fällen ist das Produkt auch ansehnlicher und übersichtlicher als komplette Zeichnungen von Lehrer- oder Schülerhand.

Zudem: Wer die entsprechende, in der Grundversion kostenlose Software benutzt, kann die Vorlagen entsprechend seiner Ideen für den eigenen Unterricht ergänzen, korrigieren und verändern und gegebenfalls z.B. die zweite Folie auch zum Ausfüllen ausgedruckt  und kopiert den Schülern als Arbeitsblatt ausgeben.

Die Conquista als TwHistory-Projekt

kulturcrash ist der Arbeitstitel des TwHistory-Projekts des 11er LK Geschichte am Eichendorff-Gymnasium, das heute startet. Es geht um die Eroberung Mexikos, das Aufeinandertreffen von Spaniern und Azteken und letztlich den Untergang des Reiches der Azteken und ihrer Kultur. Auf der Homepage des Projekts finden sich die ersten Kurzbiografien der Protagonisten. Die Schüler des Leistungskurses schlüpfen in die Rollen der historischen Personen und werden aus ihrer jeweiligen Perspektive, als Azteke oder Spanier,  auf Twitter über die Begegnung von Azteken und Spaniern und die Eroberung des Aztekenreiches berichten. Alle weiteren Informationen zum Projekt sowie alle Tweets vom 15. September 1520 bis zum Fall Tenochtitláns am 13. August 1521 finden sich auf dem Projektblog.

 

Handreichung: Koblenz 1933-1945

Die Handreichung (Download als PDF) bündelt die Forschungsergebnisse über die Geschichte der Stadt Koblenz im Nationalsozialismus und verbindet diese mit Bildern der Orte sowie einer genauen Lokalisierung auf einer Karte. Lehrkräften kann die Handreichung zur Vorbereitung des Unterrichts mit lokalem Bezug oder eines Unterrichtsgangs dienen. Denkbar ist auch, dass Schülerinnen und Schüler die Karte zur Informationsrecherche für den Unterricht, für ein Referat oder zur Vorbereitung eines eigenen Stadtrundgangs nutzen.

Gute Nachrichten im Hinblick auf die neuen Lehrpläne

Der ein oder andere wird es gesehen haben: In der aktuellen Ausgabe von geschichte für heute (3/2010) ist bei den Berichten aus den Landesverbänden unter Rheinland-Pfalz auf den Seiten 95/96 ein kurzer Überblick von Walter Helfrich „Zur Konzeption der ‚Richtlinien zur Umsetzung der Lehrpläne Geschichte““ für das 8jährige Gymnasium (in RLP nur bei Ganztagsschulen). Dort heißt es u.a.

„Zwei chronologische Durchgänge schienen […] nicht mehr haltbar und sinnvoll. […] Man muss in diesem Zusammenhang in Frage stellen, ob die zwei Durchgänge wirklich das Ziel eines Überblickswissens erreicht haben bzw. zuletzt überhaupt um umgesetzt werden konnten.“

Eine durchweg begrüßenswerte Erkenntnis und ein ehrliches Eingeständnis. Deshalb hat man sich zur Gestaltung der neuen Richtlinien am Kompetenzmodell des Geschichtslehrerverbandes orientiert, weil man das „für die Praxis“ geeignet hält. Dies scheint mir nun wieder eher problematisch angesichts des dortigen Kompetenzverständnisses (siehe dazu auch die Beiträge hier). Insgesamt lässt sich aber erfreut festhalten, in Rheinland-Pfalz bewegt sich was hinsichtlich der Chronologie im Unterricht. Es bleibt zu hoffen, dass die oben zitierten Einsichten auch Anwendung finden bei der aktuellen Neugestaltung der Sek I Lehrpläne Geschichte.

Die neuen Richtlinien für das Fach Geschichte am 8jährigen Gymnasium in Rheinland-Pfalz können auf dem Bildungsserver des Landes als PDF runtergeladen werden.

(Landes-)Museum auf Rädern

Die Museumspädagogik des Landesmuseums Koblenz bietet für Schulen einen interessanten Service: Unter dem Motto „Kommt der Prophet nicht zum Berg…“ kommt das Museum in Schulen und soziale Einrichtungen in Koblenz und Umgebung (bis 30 Km Umkreis). Möglich wird die Maßnahme durch die vorübergehende Schließung wegen der Baumaßnahmen dieses Jahr. Die Kosten liegen zwischen 3 und 5€ pro Teilnehmer. Weitere Infos und Kontaktdaten finden sich auf den Seiten der Museumspädagogik des Landesmuseums.

Geschichtswettbewerb: Projektideen für Koblenz

Handreichung: Die Abiturprüfung Geschichte

Da neue Pädagogische Landesinstitut bietet eine aktualisierte Neuauflage der Handreichung zur Abiturprüfung Geschichte. Die sogenannte PL-Information 3/2010 ist hier kostenlos als PDF downloadbar oder gegen eine Schutzgebühr von 3€ als Papierausgabe bestellbar.

Skandale beim Geschichtswettbewerb

Heute startet der neue Geschichtswettberb des Bundespräsidenten. Mit einem super Thema, wie ich finde, auch wenn es nicht das Thema „Scheitern“ geworden ist, vielleicht das nächste Mal… wobei ich glaube, das gewählte ist noch deutlich attraktiver, weil ein wenig reißerisch  –  Ärgernis, Aufsehen, Empörung: Skandale in der Geschichte.

Alle Infos zum Wettbewerb finden sich auf den Seiten der Körber-Stiftung.

Das Stadtarchiv Bergisch Gladbach stellt in seinem Internetautritt einige interessante Anregungen zum Thema vor, die so oder so ähnlich sicher auch in anderen Städten umsetzbar sind (via Archivalia).

Ich bin ehrlich gespannt, welche interessanten und skandalösen Geschichten, die Schülerinnen und Schüler ausgraben werden… Allen Teilnehmern viel Freude, Ausdauer und Erfolg!

Schreckliche Geschichten – Horrible histories

Die Bücher gibt es ja auch in deutscher Übersetzung. Die BBC hat sich an die Verfilmung gemacht. Ich hatte nicht gedacht, dass das geht. Gerade eben habe ich den Youtube-Kanal mit zahlreichen Ausschnitten aus der Serie entdeckt. Great fun! Wer die Bücher und englischen Humor mag, wird die Serie lieben. Eine ebenso witzige wie gelungene Umsetzung der Horrible History Bücher. Als Appetithäppchen aus den Gorgeous Georgians: die 4 Georges als Boyband mit „Born2rule“ (man achte auf den deutschen Akzent des ersten George ;)).

Yes, it is true, these books were even translated into German. The BBC has made an adaptation for the telly (which has not been on TV in Germany,  has it?). I had not thought it would work. Just now I have dicovered the youtube channel with numerous extracts of the series. Great fun! Who likes the books and the English sense of humor, will love the series. An equally witty and successful adaptation of the Horrible History books. As an appetizer from the Gorgeous Georgians: the 4 Georges with „Born2rule“ (mind the German accent ;))