Das Tagebuch des Samuel Pepys‘

Das Tagebuch gibt es als Rss-Feed oder auf Twitter. Im dazugehörigen Blog wird das Tagebuch super aufbereitet und mit Hintergrundinformationen versehen. Die Einträge sind nach Themen verschlagwortet, Hintergrundinformationen (z.B. Ort seines Büro im Google Maps Stadtplan), die in den Artikeln wie Fußnoten verlinkt sind.

Darüber hinaus verlinkt der Blog auch die zeitgenössischen, tagesaktuellen Geschehnisse in den beiden Häusern des englischen Parlaments auf der sehenswerten Seite von British History Online.

Googles Ngram Viewer

Die Suchbegriffe: Geschichtsunterricht (blau),  Geschichtsdidaktik (rot), Geschichtsbewußtsein (grün) und Geschichtskultur (gelb) im Vergleich auf http://ngrams.googlelabs.com/. Es lässt sich erkennen, wann welche Begriffe geprägt wurden und gewisse Hochphasen erlebten. Demnach hätte „Geschichtsbewusstsein“ seinen Zenit überschritten, während sich die „Geschichtskultur“ nach deutlich späterem Beginn noch im Aufstieg befindet. Der Trend setzt sich übrigens fort und nach 2004 überflügelt die Geschichtskultur das Bewusstsein in den Publikationen (die Google Daten reichen bis 2008).

Interessant sind auch die Ausschläge für „Geschichtsunterricht“ mit einem starken Anstieg nach der Reichsgründung und zwei Spitzen vor 1900 sowie vor dem 1. Weltkrieg. In dieser  Heftigkeit  überrascht hat mich der Ausschlag direkt nach dem 2. Weltkrieg, den hätte ich 15-20 Jahre später vermutet. Vor 2000 folgen dann noch zwei weitere, deutlich kleinere Spitzen in den 70er Jahren sowie rund um 1989/90, von denen die zweite parallel zum Aufstieg der Geschichtdidaktik verläuft und auch danach diese Parallelität im Kurvenverlauf hält, hier also in gewisser Weise eine Kopplung von Geschichtsunterricht und -didaktik ab den 1980er Jahren zu beobachten ist.

Die Kurve gibt  also die entscheidenen Entwicklung des Geschichtsunterricht recht gut wieder. Trotz der Rückgänge verbleibt der Geschichtsunterricht auf einem im Zeitraum der 200 Jahre hohen Niveau. Dies könnte eine insgesamt gestiegene gesellschaftliche Bedeutung von Geschichte und Geschichtsunterricht widerspiegeln (was wohl auch nicht ausreichen dürfte, die Kultusministerien zu einer Rücknahme der Stundenkürzungen und Fachzusammenlegungen der letzten Jahrzehnte zu bewegen).

Der Ngram Viewer ist auf jeden Fall ein nettes Spielzeug 😉 Ob es auch mehr ist: Hintergrundinformationen und mögliche Einsatzszenarien für die Forschung  finden sich hier auf Culturomics. Siehe auch die Beiträge von Jan Hodel auf weblog.histnet und Googles Ngram macht Laune von Michael Schmalenstroer mit der etwas aussagekräftigeren Suche nach „Adolf Hitler“ in verschiedenen Sprachen.

3D-Reise ins Berlin von 1989

Twinity ist eine 3D-Spiegelwelt basierend auf realen Städten und realen Menschen.“ Die ersten eingerichteten Städte sind neben Berlin noch Singapur, London und Miami.

Das Programm runterladen, eine eigene Spielfigur einrichten und sich mit den Funktionen vertraut machen, ist eine Sache von maximal 30 Minuten. Danach ist (so war es zumindest bei mir) viel Staunen angesagt, wobei ich aber zugeben muss, dass ich mich das erste Mal in so einer 3D-Welt bewegt habe, und es daher für Leute, die schon in Second Life o.ä. unterwegs waren oder sind, nichts Neues ist.

Das geschichtskulturell Interessante bei Twinity: Wer sich nach Berlin beamen lässt, landet vor dem Brandenburger Tor und dahinter befindet sich einer von fünf Zugängen zu einem virtuellen Mauermuseum. Einige Plakate geben dort kurze Hintergrundinformationen zum Projekt und der  Geschichte der Berliner Mauer. Im Wesentlichen befindet man sich aber nach Durchschreiten des Tores in einer 3D-Rekonstruktion  des Berlins von 1989. Die Mauer steht noch, man kann 2 Km  an ihr entlanglaufen und u.a. den Checkpoint Charlie oder das Mahnmal der weißen Kreuze am Reichstagsufer besichtigen.  Ödland und Grenzstreifen, wo heute das Leben pulsiert.

Bei aller spontanen Faszination stellt sich mir die Frage: Ist hier historisches Lernen möglich?  Klar kann man das virtuelle Berlin heute mit dem Zustand von 1989 vergleichen, dasselbe leisten aber auch entsprechende Fotografien oder Filmauschnitte, denen ich gegebenüber eine 3D-Rekonstruktion den Vorzug geben würde. Der Aufwand scheint mir in diesem Fall unverhältnismäßig groß, aber spannend ist es trotzdem… 😉

Die Haitianische Revolution

Arte hat am Samstag eine sehenswerte Dokumentation über die Haitianische Revolution von 1791 gezeigt, die auf den Videos bei Arte zur Zeit auch noch auf Deutsch komplett zu sehen ist (Update: mittlerweile leider nicht mehr). Die Revolution war ein epochemachendes Ereignis, das allerdings aus den Schulgeschichtsbüchern vollständig verschwunden ist, bzw. besser: nie Eingang in diese gefunden hat (warum eigentlich?). Für den Unterricht wären Haiti und seine Geschichte nicht nur wegen des  aktuellen Jahrestags des schweren Erbebens interessant.

In der Haitianischen Revolution befreiten sich Schwarze selbst vom Joch der Sklaverei und gründeten einen eigenen Staat. Ohne das im Detail nachgeschaut zu haben, fallen mir aus Unterricht und Schulbüchern nur Beispiele ein, in denen Weiße für die Abschaffung der Sklaverei eingetreten sind; die jungen Vereinigten Staaten (mit klarer Rollenverteilung von gut und böse) führten über diese Frage sogar einen Bürgerkrieg.

Ähnlich, wie es wichtig ist, Juden nicht nur als Opfer der Shoah, sondern als Individuen und Handelnde zu zeigen, müsste dies auch für „Schwarze“ gelten. Es ließe sich daran anschließend fragen, welches Bild von „Schwarzen“ im Geschichtsunterricht in Deutschland überhaupt vermittelt wird? Vermutlich eines, dass sie  überwiegend als passive Opfer europäischen Sklavenhandels und Imperialismus zeigt (siehe dazu auch den Beitrag hier). Dass  das in höchstem Maße problematisch ist, braucht hier wohl nicht weiter ausgeführt zu werden, scheint aber ein weiterer Punkt, der für die Einführung einer globalgeschichtlichen Perspektive im Geschichtsunterricht spricht.

Im letzten Vor zwei Jahren ist zur Haitianischen Revolution ein bemerkenswertes Buch mit zwei Essays erschienen, in denen die Autorin

„Buck-Morss zeigt, wie die Haitianische Revolution am Ende des 18. Jahrhunderts einen der bekanntesten deutschen Philosophen, G.W.F. Hegel, maßgeblich in seinem frühen Hauptwerk, der ‚Phänomenologie des Geistes“, geprägt und beeinflusst hat. […] die Französische Revolution proklamierte zwar die Allgemeinen Menschenrechte im Jahre 1791. Jedoch wiesen zeitgenössische Kritker/innen wie beispielsweise die Frauenrechtlerin Olympe de Gouges schon damals darauf hin, dass die Forderungen nach Freiheit und Gleichberechtigung, die als universell postuliert worden waren, in Wirklichkeit sehr partikular waren und bestimmte Gruppen nicht in das Universalismusversprechen einbanden, wie etwa die Frauen, denen weiterhin politische Rechte vorenthalten wurden. Die Haitianische Revolution stellte in dieser Hinsicht eine Radikalisierung der Französischen Revolution dar, weil sie die Gleichheit und Gleichberechtigung auch für Schwarze einforderte und dadurch realisierte, dass die Sklaven sich aus ihrer Knechtschaft befreiten. Dieses weltgeschichtliche Ereignis wurde, folgt man der Interpretation von Buck-Morss, zur zentralen Referenz der frühen Hegelschen Philosophie. Hegel war somit einer der wenigen Zeitgenossen, die die Bedeutung des ersten erfolgreichen Aufstandes von Sklav/innen, an dessen Ende die Proklamation der Unabhängigkeit der Republik Haiti am 1. Januar 1804 stand, erkannt hatten.“ (Zitat aus der Rezension auf h-soz-kult)

Der Rezensent weist übrigens darauf hin, dass nach Michel-Rolph Trouillot in der Folge „die Haitianische Revolution zu einem ‚undenkbaren Ereignis‘ wurde, weil sie eben nicht mit dem rassistischen Weltbild der Handlungsmacht schwarzer Menschen vereinbar“ gewesen sei. Das könnte auch eine mögliche Erklärung für den Ausschluss des Themas aus dem klassischen Schulgeschichtsunterricht sein. Das Buch von Susan Buck-Morss, Hegel, Haiti and Universal History, Pittsburgh 2009, findet sich übrigens in Auszügen auf Google Books.

Darüber hinaus ist noch das Louverture-Projekt hinzuweisen: ein englischsprachiges Wiki zur Geschichte Haitis zwischen 1791 und 1804, benannt nach dem führenden General der Revolution, sowie zu den Seiten der Duke Universität zur haitianischen Unabhängigkeitserklärung im britischen Nationalarchiv.

Außerhalb Haitis steht u.a. in Bordeaux seit 2005 ein kleines Denkmal, das an Toussaint Louverture erinnert; in Quebec seit 2010.

Der Winter 1783/1784 und die Hochwasserkatastrophe von 1784

„Der extreme Winter von 1783/84 der nördlichen Hemisphäre war Resultat einer natürlichen Klimaveränderung. Der Nordwinter 1783/84 gilt als einer der härtesten überhaupt in Mitteleuropa, war aber auch in Nordamerika und Asien bedeutsam. Diesem folgten extreme Überschwemmungen im Februar/März 1784 in Mitteleuropa, die als eine der größten Naturkatastrophen der frühen Neuzeit in Mitteleuropa angesehen werden. Die Ursache dafür wird in besonders schwefelreichen oder besonders heftigen und aschereichen vulkanischen Eruptionen gesehen, die sich in Island und Japan ereigneten.“ Weiterlesen in der Wikipedia.

Einen umfangreichen Artikel zum Thema bietet auch Bernd Nebel auf seiner Seite mit einer Übersicht der in „Deutschland“ vom Hochwasser 1784 zerstörten Brücken. Auf Archivalia sind einige digitalisierte Bücher mit zeitgenössischen Beschreibungen der Katastrophe von 1784 verlinkt.

Zu den Zusammenhängen bzw. Auswirkungen dieser Klimaphänomene auf die Französische Revolution siehe die Seiten 214ff. in der Kulturgeschichte des Klimas von Wolfgang Behringer.

 

 

Geschichte muss mehr sein als Entertainment

Das „Problem des deutschen Geschichtsfernsehens ist nicht allein, dass historische Ereignisse auf dem Bildschirm immer häufiger in Gestalt einer sich als Wirklichkeit aufspielenden Fiktion daherkommen. Vielmehr ist hier die Vergangenheit im Lauf der Jahre langsam aber sicher unschädlich gemacht worden.“

Die Überschrift und das Zitat stammen aus einem lesenswerten Artikel von Christian Staas in der Zeit Online. Selbstverständlich muss Geschichtsfernsehen anschaulich sein und auch Quote machen, trotzdem würde ich dem Autor zustimmen: Die meisten Produktionen, vor allem der Dokutainment-Fabrik von ZDF History, bleiben hinter den Möglichkeiten des Mediums zurück, Geschichte zugleich unterhaltsam und differenziert zu präsentieren.

Die eingesetzten modernen filmischen Mitteln machen die Faszination der Darstellung aus. Teilweise mag es aber auch einfach nur „cool“ sein, wenn Franken Sachsen mit schnellen Schnitten wie in Musikvideos oder Actionfilmen zu Metal-Klängen durch den Wald jagen. Dagegen ist nichts einzuwenden und ich denke, das macht zu Recht einen Großteil des Erfolgs der Serie aus.

Das Problem liegt meines Erachtens woanders: Ein Problem, dass ich speziell bei der Serie „Die Deutschen sehe, ist, dass hier eine große personalisierte Nationalgeschichte in der Form einer multimedialen Meistererzählung versucht wird. Was macht z.B. eine Gestalt wie „Karl der Große“ überhaupt in einer Sendereihe über „Die Deutschen“? Das ist von der Programmatik eine nationalgeschichtliche Vereinnahmung, wie sie im 19. Jahrhundert üblich war, aber eigentlich seit spätestens Mitte des 20. Jahrhunderts  überwunden schien. Man darf davon ausgehen, dass sich ein  pflichtbewusst eingeflochtener Halbsatz, dass zur Zeit Karls keineswegs von „Deutschen“ (oder „Franzosen“) gesprochen werden kann, schlicht versendet.

Eine differenziertere Darstellung ist dringend nötig und müsste der Sehfreude keineswegs schaden. Aber wer mit dem Anspruch auftritt,  Geschichte zu vermitteln (in Kooperation mit dem deutschen Geschichtslehrerverband!), sollte mehr bieten als das unterhaltsame Inszenieren von Erzählungen. Diese haben auch ihre Berechtigung als Spielfilm oder historischer Roman, aber Geschichte ist eben mehr als nur Entertainment.

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Zur Kritik an der Serie siehe auch die Zitate aus Welt, FAZ und Stern im entsprechenden Wikipedia-Artikel.

Blogs als Wissenschaftsplattform

Artikel in der Süddeutschen Zeitung: Im Kern geht es darum, dass Blogs zunehmend wissenschaftliche Arbeiten besprechen, kommentieren und damit auch kontrollieren. Blogs sind schneller als die etablierten Zeitschriften,  bieten Raum für abweichende Meinungen und Gegendarstellungen und werden dadurch zu einer öffentlichen Diskussionsplattform von Wissenschaft.

Die Beispiele des Artikels stammen alle aus den Naturwissenschaften. Das ist sicher kein Zufall. Für die deutschsprachige Geschichtswissenschaft fehlt  es weiterhin an Bloggern, Lesern und Kommentatoren, sowohl quantitativ als auch qualitativ (Stichwort: bloggende Lehrstuhlinhaber), um Blogs zu einem anerkannten, alternativen Diskussionsforum werden zu lassen. Mögliche Gründe dafür sind in den letzten Wochen bereits verschiedentlich diskutiert worden. Erinnert sei an die Beiträge zum Basler „Kaffeekränzchen“ von Mitte November. Aber auch in den Naturwissenschaften ist das Verhältnis, wie der Artikel aufzeigt, noch keineswegs geklärt.

Wolfgang Schmale sieht die Entwicklung in seinem Buch Digitale Geschichtswissenschaft (Wien u.a. 2010) weitaus optimistischer. Was den Einsatz und die Bedeutung „neuer“ Medien für die Wissenschaft angeht, spricht er von zwei (Teil-) Systemen, „traditionelle und neue Medien“, die sich gegenseitig beeinflussen und kommt zu dem Schluss: „Wer den gleichzeitigen Umgang nicht beherrscht oder nicht will, wird sich schwertun, den Anschluss an die Forschung zu halten.“ (S. 45)  Das Internet biete zudem „ein riesiges gesellschaftliches Potential […, um ] Geschichtswissenschaft sehr breit zu vermitteln“, das auch helfen könne, die „Platzierung [der Geschichtswissenschaft] im System der Wissenschaften und der Wissenschaftspolitik zu verbessern.“ (S. 57). Allerdings sieht er auch, dass „das wissenschaftliche Publizieren im Netz bei einem großen Teil der Historikerinnen und Historiker nur ein geringes Ansehen“ besitzt. (S. 50)

Zur weiteren Entwicklung meint Schmale, wiederum äußert optimistisch, was die Rolle der „neuen“ Medien angeht: „Es ist schwer vorherzusagen, wann der kritische Punkt erreicht wird, an dem sich die Verhältnisse umgedreht haben, das heißt, ab dem […] die wesentlichen Forschungsimpulse im Netz passieren“. (S. 50f.)

Nach Schmale ist es also keine Frage des Ob, sondern nur noch des Wann…..

Rezension: Schulbucharbeit

Bernd Schönemann / Holger Thünemann, Schulbucharbeit. Das Geschichtslehrbuch in der Unterrichtspraxis, Schwalbach/Ts. 2010.

Die Enttäuschung zunächst einmal vorne weg: Das Buch bietet viel weniger Praxisbezug als der Untertitel suggeriert. Von den insgesamt rund 190 Seiten sind weniger als 60 der konkreten Arbeit mit dem Schulbuch im Unterricht gewidmet. Der Hauptteil des Textes ist Strukturmerkmalen, Kategorisierung, Typologien, ökonomischen und gesellschaftlichen Bezügen und der Geschichte von Schulbüchern gewidmet. Ein Kapitel bietet zudem einen Überblick zur Schulbuchforschungt. Die wenigen Abbildungen aus Schulgeschichtsbüchern sind so klein gedruckt, dass sie im Buch kaum zu lesen sind und damit auch für eine mögliche praktische Weiterverwendung im Unterricht oder der Lehrerfortbildung nicht geeignet sind.

Einige gelungene Unterrichtsanregungen lassen sich dem Buch für die Praxis dennoch entnehmen: Hervorzuheben ist hier die Idee der „kritische[n] Schulbucharbeit“, in der „das Schulbuch als Lernmedium in Frage gestellt [und] seine Narrationen analysiert und mit anderen historischen Deutungsangeboten verglichen werden.“ (S. 136) Angesichts der Schwierigkeit und Komplexität ist dies wohl etwas für den Unterricht am Gymnasium und selbst dort tendenziell eher für die Oberstufe. Gut finde ich die Idee,  einzelne Darstellungen oder Kapitel des eingesetzten Lehrwerks nicht nur synchron, sondern auch diachron mit anderen Schulgeschichtsbüchern zu vergleichen.

Der Rest des „Praxisteils“ behandelt im Wesentlichen die Arbeit mit Schulbüchern als „Informationsentnahme durch Reorganisation“ (S. 143). Damit ist die Umwandlung von einer Form der Darstellung in eine andere gemeint, also z.B. einen schriftlichen Text in Form von Statistiken oder Schaubildern zu visualisieren oder umgekehrt diese Darstellungsformen aus dem Schulbuch zu verbalisieren bzw. daraus Tabellen, Zeitleisten und Mindmaps erstellen. Dies soll „eine intensive Auseinandersetzung mit bestimmen historischen Materialien“ anbahnen. (S. 155)

Wem das neu ist und innovativ erscheint oder wer sich für Theorie und Forschung zu Schulgeschichtsbüchern interessiert, der möge das Buch kaufen. Ansonsten bleibt noch hinzuzufügen, dass zumindest mir persönlich im abschließenden Teil zu „lehr-lernmethodische[n] Formen des Schulbucheinsatzes im Geschichtsunterricht“ ein Anknüpfen an die Fragen der Kompetenzorientierung fehlt.