Überarbeitete Fassung der Handreichung Koblenz 1933-1945

Eine Überarbeitung der Handreichung zur Arbeit mit Google Maps und eigenen Stadtrundgängen am Beispiel von Koblenz in der NS-Zeit war nötig, da sie nicht dem Corporate Design des Pädagogischen Landesinstituts entsprach. Bei der Überarbeitung haben wir dann gleich auch die Namen und Mailadressen aktualisiert. Wie toll das doch ist mit digitalem und nicht mit gedrucktem Material zu arbeiten 🙂

Download der Handreichung als PDF

Einstieg Höhlenmalerei

Zwei Videos, die sich je nach Lerngruppe und Intention zum Einstieg in das Thema Höhlenmalerei eignen. Das erste ist der Trailer, das zweite ein kurzer Zusammenschnitt des neuen 3D-Films von Werner Herzog über die Chauvet-Höhle, der am 3. November anläuft.

Denkbar ist auch nach dem „anregenden“ Trailer als direktem Einstieg den zweiten längeren Ausschnitt anschließend schon mit einem Arbeitsauftrag zu einer ersten Erarbeitung zu nutzen.

Daran anschließen lässt sich in angepasster Form z.B. der Unterrichtsentwurf von Stefan Schuch auf lehrer-online, wo sich die Schülerinnen und Schüler als „Forscher“ in kleinen Teams selbst auf  Entdeckungstour in die jüngere Höhle von Lascaux begeben.

Zur Chauvet-Höhle gibt es keinen vergleichbaren Internetauftritt (auch nicht zu Altamira), deshalb muss man auf Lascaux zurückgreifen. Zur Überleitung empfiehlt es sich neben dem Hinweis auf das unterschiedliche Alter der Malereien und der Entdeckung auch auf die Lage hinzuweisen, z.B. mit Hilfe dieser Karte, die die französischen und nordspanischen Höhlenfunde aufzeigt.

Das Alte Ägypten im Geschichtsunterricht – Entwicklung von Unterrichtseinheiten

Das Thema steht demnächst in meiner 7. Klasse an. Hat jemand Lust, hier in den nächsten Wochen gemeinsam eine Unterrichtsreihe zu entwickeln und die Einheiten in einem eigenen Blog online unter CC-Lizenz zur Verfügung zu stellen?

Grundsätze für die Erarbeitung der Einheiten könnten u.a. die Berücksichtigung

– einer globalgeschichtlichen Perspektive,

– interkulturellen Lernens,

– der Möglichkeiten digitaler Medien,

– kooperativer und kollaborativer Lernformen

sowie

– der inhaltlichen Kritik an der Aufbereitung des Thema in aktuellen Schulbüchern sein.

Ich finde, es wäre ein interessantes Experiment, gemeinsam über einen Blog Unterrichtseinheiten zu entwerfen, zu diskutieren, im Unterricht auszuprobieren und nach Überarbeitung online zu stellen.

Materialien zur Sozialgeschichte

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat eine Ausstellung und umfangreiche Materialien zur deutschen Sozialgeschichte aufbereitet. Auf der Internetseite In die Zukunft gedacht gibt es eine Darstellung, die bereits im späten Mittelalter einsetzt und bis ins Jahr 2010 reicht. Begleitet werden die Texte von vielen Bildern sowie Unterrichtsmaterialien, die – soweit ich das gesehen habe – aus Fragebögen zu den Darstellungstexten bestehen.

Zugänglich sind die Texte und Bilder über eine Zeitleiste,  ein chronologisches Inhaltsverzeichnis oder eine Themenauswahl. Zusätzlich enthält die Seite auch noch ein Glossar zum Nachschlagen zentraler Begriffe. Die Inhalte der Website gibt es zugleich auch als DVD, die beim Ministerium kostenlos bestellt werden kann.

In Berlin zeigt das BMAS auch eine (permanente?) Ausstellung, die vielleicht auch als Station für Klassenfahrten interessant sein könnte. Der Besuch kann mit den bereit gestellten Materialien dann im Geschichts- und /oder Sozialkundeunterricht eingebettet werden. Der Eintritt ist frei und umschließt auch die Benutzung von Audioguides. Konzept und Inhalte der Ausstellung werden in einem Beitrag auf lehrer-online ausführlicher beschrieben. Dort finden sich auch weitere Links rund um das Thema.

Damit noch nicht genug: Begleitend zur Ausstellung hat das BMAS Lehrerbegleitheft zur Ausstellung herausgegeben, das gleichfalls kostenlos über das Ministerium bezogen werden kann.

Es ist offensichtlich viel Geld für ein recht umfangreiches und medial breit gestreutes Projekt bereit gestellt worden. Die Internetseite macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Die Seiten sind klar gegliedert und übersichtlich gestaltet, die Texte verständlich geschrieben. Die Unterrichtsmaterialien scheinen mir hingegen weniger geeignet und wirken ein wenig unmotiviert dabei gegeben. Zum Sichern des Textverständnis lassen sich die Fragen aber auf jeden Fall nutzen. Spannend könnte es sein, ausgehend von den Internetseiten z.B. ein WebQuest zum Thema zu entwickeln.

Das Lehrerbegleitheft ist bestellt, aber noch nicht eingetroffen. Ich bin gespannt, was hier als „Arbeitsheft für die Schule“ noch angeboten wird.

Kritik am Projekt „Gedächtnis der Nation“

Deutschlandradio Kultur hat ein lesens-/hörenswertes Interview mit Norbert Frei geführt, der sich sehr kritisch zu einigen Aspekten des Projekts äußert, die zum Teil auch bereits bei Google+ diskutiert wurden:

„Die Frage ist, ob es dieses Projekt in der Form, in der es konzipiert ist, wirklich tun kann, denn es kann ja nicht nur darum gehen, gewissermaßen Rohmaterial für künftige Fernsehdokumentationen zusammenzu…, ich würde sagen, zusammenzuklauben, sondern es muss eigentlich – gerade auch mit diesem Titel und mit diesem Anspruch, der dahinter formuliert ist – um etwas mehr noch gehen. […]

Es bedarf der Einordnung und vor allem: Geschichte und Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein geht nicht im Abruf von Erinnerungen auf. Das ist ein wirklich zentraler Einwand, den man hier immer wieder in Erinnerung rufen muss. Das heißt nicht, dass man solche Unternehmungen nicht machen soll, aber man muss doch, glaube ich, etwas komplizierter die Dinge angehen und etwas subtiler dann am Ende auch damit umgehen, denn ansonsten tut man auch den Menschen, die sich da einfinden in diesem Bus, keinen Gefallen. Die werden dann am Ende für bestimmte Zwecke, mediale Zwecke vielleicht sogar instrumentalisiert: Man schaut, was passt, von dem, was die Leute sagen, und das sucht man dann heraus.  […]

Hier scheint es mir eher so zu sein, dass – und dafür spricht ja auch schon so ein bisschen dieser Begriff „Gedächtnis der Nation“ – … Auch das ist ja etwas, wo man fragen kann, warum eigentlich „der Nation“, welcher Container ist es da, der hier gefüllt oder abgerufen werden soll, warum nicht „Geschichte der Deutschen“, und was ist dann mit den Deutschen mit dem sogenannten Migrationshintergrund? Also das sind ja alles ungelöste Fragen.“

Vielen Dank an Michael Schmalenstroer für den Hinweis auf das Interview!

Es lohnt sich auch einen Blick in die „Datenschutz“-Bestimmungen, vor allem auf den Bereich „Rechteeinräumung“ zu werfen (siehe dazu auch die Diskussion auf Google+).

Für die schulische Arbeit ist das Portal zumindest als „Mitmach“-Projekt eher nicht geeignet.  Andere Portale  scheinen mir für die Veröffentlichung von aufgezeichneten Zeitzeugengesprächen aus dem schulischen Kontext besser.

„Ihre Geschichte im Mitmachkanal auf YouTube!“ ?

Das medial gerade sehr präsente „Gedächtnis der Nation“ –  Projekt lädt ein, dass jeder seine Geschichte(n) auf Youtube einstellt:

„Es sieht einfach aus, ist es auch – wenn Sie unsere Hinweise beachten. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr eigenes Zeitzeugen-Video erstellen können. Dieses Video wird dann anschließend auf unserem Mitmachkanal auf YouTube präsentiert.“

Ein paar Gedanken und eine kleine Diskussion dazu auf Google+.

Hier geht’s zum „Mitmachkanal auf Youtube„, der zum Start des Portals nicht ein einziges Zeitzeugenvideo aufweist…

Konferenz und Workshop zum Konzept des Inverted Classroom

Gerade eben bin ich über Google+ auf die Ausschreibung einer ersten Tagung zum Inverted Classroom im deutschsprachigen Raum aufmerksam geworden. Über das Unterrichtskonzept hatte ich im Blog ja vor einem Monat bereits kurz berichtet (siehe hier).

Die Konferenz findet am 14. und 15. Februar 2012 an der Philipps-Universität MarburgClassroom“ im deutschsprachigen Raum statt. Die Veranstaltung ist zwei geteilt: Der Dienstag richtet sich an schulische, der Mittwoch an universitäre Lehrkräfte und Wissenschaftler. Weitere Informationen bietet das Blog zur Tagung im Netz.